Spargel Online

Kaum habe ich meinen Beitrag zum Thema Eurokrise vollendet, übertrifft Spiegel Online mal wieder alle Erwartungen und wartet mit einem extrem kritischen Artikel auf, dessen Recherche bestimmt 3 Minuten gedauert hat. Reformstau: EU droht Griechenland mit Zahlungsstopp, lautet der Titel des Beitrags. Und schon der ist eine Frechheit – man fragt sich wirklich, aus welcher Mottenkiste der Redakteur das Wort „Reformstau“ geholt hat, diese Lieblingsvokabel aller Privatisierer, Deregulierer und Befürworter eines „schlanken Staates“. Und genau darum geht es auch im Artikel – Griechenland soll privatisieren, privatisieren und nochmals privatisieren, weil die bisherigen „Reformen“ nicht weit genug gingen – die Sparziele wurden nicht erreicht.

Dieses Faktum garniert Spiegel Online mit seinen eigenen, messerscharfen Schlussfolgerungen:

Das Expertenteam von Europäischer Zentralbank, IWF und EU-Kommission, das den wirtschafts- und finanzpolitischen Zustand Griechenlands untersucht, kommt nach Informationen des SPIEGEL in seinem vierteljährlichen Bericht zu einem alarmierenden Befund: Griechenland verfehle alle verabredeten fiskalischen Ziele, stellt die sogenannte Troika in ihrem Report, der nächste Woche vorgelegt werden soll, fest. Das Defizit im Staatshaushalt falle höher aus als erwartet.
Grund dafür ist, dass die griechische Regierung noch immer mehr ausgibt, als im Hilfsprogramm vereinbart. Zudem bleiben die Steuereinnahmen hinter den Vorgaben zurück.

Aha – Griechenland verfehlt seine Sparziele, weil Griechenland seine Sparziele sowohl bei den Ausgaben als auch bei den Einnahmen verfehlt. Diese Intelligenz! Einfach berauschend.
Nachdem also die Ursache des ganzen Problems ausreichend beleuchtet wurde, kann man sich der Lösung zuwenden. Und die lautet: die Dosis erhöhen. Will heißen: Mehr privatisieren, mehr Steuern erhöhen, mehr Ausgaben kürzen.

Als Gegenmaßnahme schlagen die Experten der griechischen Regierung vor, ihre Einnahmen zu verbessern. So soll sie die Steuern weiter erhöhen und sicherstellen, dass sie auch tatsächlich eingezogen werden. Darüber hinaus fordert die Troika die Regierung von Ministerpräsident Georgios Papandreou auf, ihren Privatisierungskurs zu forcieren. Es ließe sich leicht mehr an Staatsbesitz verkaufen als die zugesagten 50 Milliarden Euro. Die Fachleute stellten fest, dass der griechische Staat Grundstücke, Unternehmen und sonstiges Eigentum im Wert von rund 300 Milliarden Euro besitzt.

Genau, die sollen mal ihren ganzen Besitz verkaufen. Privatisierungen sind zwar auf längere Sicht fast immer Verlustgeschäfte für den Staat, aber wen interessiert das schon. Schließlich lechzt das deutsche Kapital schon nach neuen billigen, aber renditeträchtigen Anlagemöglichkeiten in Griechenland (z.B. will die Fraport in den Athener Flughafen investieren, die Telekom will ihre Anteile an der – noch – teilstaatlichen griechischen Telekommunikationsgesellschaft OTE erhöhen usw.).

Es ließe sich leicht mehr an Staatsbesitz verkaufen als die zugesagten 50 Milliarden Euro. Die Fachleute stellten fest, dass der griechische Staat Grundstücke, Unternehmen und sonstiges Eigentum im Wert von rund 300 Milliarden Euro besitzt.

50 Milliarden Euro – das ist schon eine unvorstellbare Menge Geld, die Griechenland da allein aus Privatisierungen beziehen soll (zum Vergleich: die gesamten Staatsschulden Griechenlands betrugen 2010 rund 330 Mrd. €). Und da fordern diese „Experten“, man solle eben noch etwas drauflegen, wenn man ihre sehr durchdachten Sparpläne verfehlt habe. Die Tatsache, dass der Staat Vermögen im Wert von 300 Milliarden hat, heißt ja auch, dass man das alles sofort verschleudern kann und muss.

Dabei sind die Einnahmenausfälle bei den Steuern ja keineswegs vom Himmel gefallen, sondern Folge der Rezession, die unter anderem durch die Sparprogramme ja erst ausgelöst wurde. Ein Staat ist eben kein Unternehmen, bei dem man Ausgaben kürzt, Einnahmen erhöht und schon ist der Sparkurs perfekt. Der Staat muss nämlich immer berücksichtigen, welche Effekte seine Maßnahmen auf die gesamte Volkswirtschaft haben – und wenn die Bürger und/oder Unternehmen danach weniger Geld in der Tasche haben, sinken eben Konsum und Investitionen und damit auch wieder die Steuereinnahmen. Das heißt natürlich nicht, dass jeder Konsolidierungskurs an sich nichtig wäre, aber man muss eben vorher nachdenken, was man tut.
Den Verfechter des radikalen Sparens stört das alles aber nicht, denn für ihn sind die Investitionen eine Frage des Vertrauens. Der Unternehmer investiert also seiner Meinung nach nicht, wenn er hofft, Gewinne zu machen, sondern wenn der Staat den guten Willen signalisiert, sein Defizit zu reduzieren.
Das Problem dabei: „Gut“ ist bekanntlich das Gegenteil von „gut gemeint“. Und weil die Realität eben doch eher so aussieht, dass die Bürger nur dann konsumieren, wenn sie Geld haben, und die Unternehmer nur dann investieren, wenn sie die berechtigte Hoffnung haben, Gewinne zu machen – eigentlich eine Selbstverständlichkeit -, scheitert der Sparkurs.
Statt nun seinen Irrtum einzugestehen, macht der „Reformer“ das, was er sonst gerne den Kommunisten vorwirft: Er trennt die Idee von der Ausführung. Behauptet schlicht, der Sparkurs sei eben nicht radikal genug gewesen, die Strukturen seien immer noch zu „verkrustet“, der Staat zu fett, die Märkte nicht frei genug. Und verordnet dementsprechend die Erhöhung der Dosis: Mehr Privatisierung wagen.
Dass der Fehler bereits in der Idee stecken könnte, kommt ihm gar nicht in den Sinn; schließlich ist sein Modell ökonomisch unfehlbar.

Spiegel Online indes, das größte Sparmagazin aller Zeiten, plappert alles fleißig nach und huldigt der reinen Reformlehre. Und wundert sich darüber, dass

immer mehr Griechen ihre Sparguthaben von heimischen Konten abziehen.

Welch ein Wunder! Die meisten Medien – Spiegel Online vorneweg – spekulieren darüber, ob Griechenland einen Euro-Austritt plant, und den blöden Griechen fällt tatsächlich nichts besseres ein als das wörtlich zu nehmen und ihre Spareinlagen in Sicherheit zu bringen! Die Welt ist voller Rätsel…

 

Erstveröffentlichung: yuryBlog

Europopulismus

Das Thema „Eurokrise“ ist wegen der von den Finanzministern der Eurozone beschlossenen Hilfen für Griechenland wieder groß in den Medien. Und wie immer hat alles und jeder eine Meinung dazu. Griechenland muss raus aus dem Euro, sagen die einen. Umschuldung, sagen die anderen. Aber eine wirkliche Lösung des Problems hat niemand zu bieten. Eine Übersicht über alle Vorschläge.

  1. Austritt Griechenlands aus dem Euro
    Dieser wird von der Bildzeitung propagiert. Dennoch haben die meisten Menschen und auch der Großteil der Medien verstanden, dass das – Achtung, Wortspiel! – Blöd-Sinn ist. Wenn Griechenland die Drachme wieder einführen würde, würde diese sofort massiv abwerten (d.h. billiger werden im Vergleich zum Euro). Damit würden sich erstens die griechischen Schulden (die ja in Euro notiert sind!) potenzieren, und zweitens würden sehr viele Griechen sofort all ihr Vermögen in Euro anlegen. Das griechische Bankensystem wäre am Ende, und das Vertrauen in die neue Währung könnte nicht wiederhergestellt werden.
    Nicht zuletzt würde der Euro-Austritt auch eine äußerst gefährliche Kettenreaktion in Gang setzen, in deren Verlauf weitere Staaten (Irland, Portugal, …) aus dem Euro ausscheiden würden, was für die Währungsunion selbstverständlich katastrophale Auswirkungen hätte.
    Außerdem wäre der Austritt Griechenlands aus dem Euro nicht nur ökonomisch, sondern auch politisch ein Supergau. Eine gemeinsame Währung war der konsequente letzte Schritt auf dem langen, steinigen Weg der europäischen Integration. Europa kann es sich schlicht nicht leisten, hier wegen ökonomischer Inkompetenz um Meilen zurückgeworfen zu werden.
    Fazit: Diese „Lösung“, die eine Katastrophe nach sich zöge, mag aus nationalistischen Gründen („haut ab, ihr faulen, dummen Griechen“) populär sein; eine ernsthafte Alternative stellt sie nicht dar.
  2. Schuldenschnitt (Haircut)
    Ein Schuldenschnitt, nicht selten auch verniedlichend „Haircut“ genannt, würde bedeuten, dass Griechenland fällige Zahlungen einstellte und sich formal für insolvent erklärte. Der griechische Staat würde sich dann mit den Gläubigern „an einen Tisch setzen“ und über einen partiellen Verzicht auf Forderungen verhandeln. Auf den ersten Blick ist dies die optimale Lösung der Krise: Griechenland wäre sofort einen Teil seiner Schulden los und könnte wieder anständig wirtschaften. Außerdem würden die Gläubiger an der Finanzierung der Krise beteiligt.
    Gläubigerbeteiligung, das klingt nicht nur ökonomisch vernünftig, sondern vor allem auch sozial gerecht. Endlich müssten die bösen „Spekulanten“ zahlen für das, was sie angerichtet haben. Endlich würde eine Krise auch mal die treffen, die eigentlich schuld sind, und nicht den Steuerzahler.
    Die Frage ist, ob die Menschen, die das jetzt fordern, auch noch dafür plädieren, wenn sie erfahren, dass zu „den Spekulanten“ ihre Bank gehört, bei denen sie ihre Spareinlagen haben (die vom Steuerzahler gerettet werden müssen). Oder ihre private Rentenversicherung. Oder gar eine staatliche Bank, für die letztlich wieder der Steuerzahler aufkommen muss. Oder die Europäische Zentralbank, an deren Kapital Deutschland ein Viertel hält.
    Bei den deutschen Banken und Versicherungen liegen aber noch nicht einmal die größten Risiken. Griechenland ist größtenteils im eigenen Land verschuldet, und ein Haircut würde im schlimmsten Fall in einem Zusammenbruch des griechischen Bankensystems enden. Außerdem würde er genau das falsche Signal an „die Märkte“ aussenden, nämlich dass nichts mehr sicher ist und dass Europa, wenn es denn einmal hart auf hart kommt, nicht für seine Staaten bürgt. Damit wären die nächsten Zinsaufschläge programmiert, denn das Vertrauen in europäische Staatsanleihen wäre damit natürlich komplett zerstört. Irland und Portugal würden sich freuen, und auch das wäre nicht das Ende – Spanien, Italien und Belgien lassen grüßen. Auch hier würde sich die Krise wie ein Flächenbrand auf die gesamte Eurozone übertragen.
    Übrigens wären in diesem Fall wahrscheinlich nicht nur die Krisenländer betroffen – auch fiskalisch eher solide Länder wie Deutschland müssten sich Zinsaufschläge gefasst machen. Das sei all jenen gesagt, die bezogen auf Eurobonds (s.u.) immer über dann höhere Zinsen jammern.
    Trotz all dieser Nachteile beschwören fast alle Medien die alternativlose Alternativlosigkeit dieser Herangehensweise, und wer über Alternativen nachdenkt, hat schon verloren. Zum Beispiel meinte auch die eigentlich als linksliberal geltende Süddeutsche Zeitung, mit gleich mehreren Artikeln in das Umschuldungsgeschrei einstimmen zu müssen und brachte so tolle Argumente wie das folgende: 

    „In Griechenland wäre die politische Akzeptanz für harte Reformen größer, wenn auch die Gläubiger ein Opfer bringen würden“, sagt Bernd Rudolph, Professor an der LMU in München. „Es wäre für alle ein Neuanfang.“

    Welch ein grandioser Schwachsinn! Der Schuldenschnitt als Mittel zur Durchsetzung unsozialer und ökonomisch falscher Reformen – das hätten manche Leute wohl gerne. Unter dem Niveau der Süddeutschen liegt solches Gerede aber allemal.
    Fazit: Die Folgen eines Schuldenschnitts wären zwar nicht ganz so katastrophal wie die eines Euroaustritts Griechenlands, aber in Bezug auf die Resonanz in der Bevölkerung halte ich ersteren für weit gefährlicher, weil er nach sozialer Gerechtigkeit und Beteiligung des Finanzsektors klingt und daher (natürlich auch aufgrund der massiven Medienpropaganda) populär ist.

  3. Sanfte Umschuldung
    Die sogenannte sanfte Umschuldung ist einfach nur die Verlängerung der Laufzeiten der von IWF (Internationaler Währungsfonds) und EU gewährten Kredite.
    Diese Methode bringt Griechenland wenig, weil mit ihr letztlich keine Verringerung der Schuldenlast einhergeht – aufgeschoben ist aber bekanntlich nicht aufgehoben.
    Dennoch wäre es gut, etwas Zeit zu gewinnen, könnte man argumentieren. Leider wird das durch den Nachteil des Vertrauensverlustes mehr als aufgewogen, denn „die Märkte“ würden – vollkommen zurecht – annehmen, die sanfte Umschuldung diene nur der Vorbereitung eines „echten“ Schuldenschnittes und entsprechend reagieren.
    Fazit: Wollte man den Ansatz „Umschuldung light“ kurz zusammenfassen, könnte man sagen: Bringt nix, zerstört das Vertrauen und ist der erste Schritt zum Schuldenschnitt.
  4. Weiter so
    Die Alternative „weitermachen wie bisher“ ist eigentlich keine, dennoch möchte ich sie kurz erwähnen: Dann nämlich würden mit der Zeit alle Probleme verstaatlicht und der Steuerzahler würde auf den Risiken der griechischen Staatsanleihen sitzen bleiben. Weiterhin würde Griechenland zu 31 weiteren „Sparpaketen“ verdonnert, die geradewegs in die Depression und Deflation führen würden.
    Fazit: Wie gesagt, keine echte Alternative.
  5. Euro-Anleihen
    Die Euro-Anleihen oder Eurobonds wären Staatsanleihen, die von allen Euroländern gemeinsam emittiert würden. Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass die Zinslast für angeschlagene Länder wie Griechenland auf einen Schlag reduziert werden könnte, da man davon ausgehen kann, dass sich der Zinssatz für die Eurobonds ungefähr auf dem (gewichteten) durchschnittlichen Zinssatz der jetzigen Staatsanleihen einpendeln würde. Vermutlich läge er sogar etwas darunter, weil die Tatsache, dass die gesamte Eurozone gemeinsam für diese Anleihen bürgen würde, hohe Risikoaufschläge überflüssig machen würde (wie wahrscheinlich ist es, dass die gesamte Eurozone pleite geht?). Das Motto wäre quasi „einer für alle – alle für einen“.
    Dieser Vorteil ist aber gleichzeitig auch der Hauptkritikpunkt, denn Länder mit im Moment unterdurchschnittlichen Zinsen auf Staatsanleihen (wie Deutschland) würden natürlich entsprechend belastet. Die Eurobonds würden in eine „Transferunion“ (ein vielbemühtes Schlagwort) führen, so die Ansicht der Kritiker. Meine Meinung dazu ist: Mit den Krediten an Griechenland (die zwar bisher kräftig Zinsen abwerfen, aber bei einem Haircut wäre ein Teil des Geldes natürlich weg) befinden wir uns bereits mitten in einer Transferunion; und diese ist – zumindest wenn wir bei den Leistungsbilanzen (s.u.) so weitermachen wie bisher – auch unausweichlich. Der Unterschied ist, dass bei den Eurobonds in Kombination mit einer kooperativen Wirtschaftspolitik alle profitieren würden, während bei dem Schuldenschnitt ein schwer bis gar nicht einzudämmender Flächenbrand einträte. Das gewerkschaftsnahe Wirtschaftsforschungsinstitut IMK hat errechnet, dass Eurobonds für den deutschen Steuerzahler günstiger wären als eine Umschuldung.
    Fazit: Die Euro-Anleihen sind vermutlich die beste Möglichkeit für Griechenland, kurzfristig die Zinsen zu senken. Zahlen muss Deutschland so oder so – aber wenigstens eine neue Finanzkrise und ein völliger Zusammenbruch der griechischen Wirtschaft ließe sich so vermeiden.
Egal für welche dieser Alternativen unsere Regierenden sich entscheiden – eines ist unausweichlich und wird dennoch nicht durchgeführt werden: die Reduktion der gigantischen deutschen Leistungsbilanzüberschüsse (vereinfacht gesagt, die Gütermenge, die Deutschland mehr exportiert als importiert; 2010 waren es ca. 130 Mrd. €), die spiegelbildlich zu den Defiziten der angeschlagenen Länder sind, die wiederum weit mehr Güter importieren als exportieren. Das führt dazu, dass deren Volkswirtschaften als Ganzes (also staatlicher und privater Sektor) sich mehr und mehr beim Ausland (eben u.a. bei Deutschland) verschulden.
Diese deutschen Leistungsbilanzüberschüsse sind aber keineswegs vom Himmel gefallen, sondern sie sind das Ergebnis des politisch gewollten Lohndumpings, welches Deutschland zum angeblichen Zweck der Schaffung von Arbeit in den vergangen Jahren betrieb. Was immer behauptet wird, dass nämlich die Schuldenländer über ihre Verhältnisse gelebt haben, ist richtig; spiegelbildlich dazu stimmt aber auch – und das wird sehr gerne verschwiegen -, dass Deutschland massiv unter seinen Verhältnissen gelebt hat. Das ist natürlich nicht nur ökonomisch sowohl für Deutschland als auch für die anderen Länder problematisch, sondern vor allem auch sehr unsozial. Wenn das ganze Geld, das Deutschland so angehäuft hat, aber nicht bei den Arbeitnehmern angekommen ist – und die seit Jahren stagnierenden Reallöhne zeigen das sehr deutlich -, wo ist es dann? Geld kann man nicht vernichten; und wer einen Blick auf die Entwicklung der Unternehmens- und Vermögenseinkommen in den vergangenen Jahren wirft, sieht auf den ersten Blick, wohin das Geld geflossen ist.
Wie aber können diese ökonomischen Ungleichgewichte nun möglichst effizient abgebaut werden? Klar, die Löhne – genauer gesagt, die Lohnstückkosten – müssen in Deutschland schneller und in den Defizitländern langsamer wachsen als im EU-Durchschnitt – freiwillig wird das jedoch wahrscheinlich keine der beiden Seiten akzeptieren. Dass unsere derzeitige Bundesregierung kein Interesse daran hat, die Arbeitnehmer angemessen an unserem Wohlstand zu beteiligen, ist offenkundig; und die Arbeitnehmer in den Defizitländern werden über langsame Lohnsteigerungen auch nicht gerade glücklich sein. Allerdings sind diese Maßnahmen notwendig, wenn nach der Bewältigung der jetzigen keine weitere Eurokrise entstehen soll. Symptome kurieren ist schön und gut, aber wenn es an die Ursachen geht, kneift ein Großteil unserer Politikerinnen und Politiker gerne mal – siehe Finanzkrise 2008. Auch dort waren sie mit Banken-Rettungsschirm und Konjunkturprogramm ganz schnell, aber als es ans Eingemachte gehen sollte – Regulierung der Finanzmärkte – da geschah plötzlich nur noch ganz wenig.
Es müssen also Zwangsmaßnahmen mit Sanktionsmechanismus her. Solche gibt es in der Eurozone auch schon – allerdings konzentrieren sich diese einseitig auf die Haushaltslage. Wenn ein Euroland ohne triftigen Grund (Wirtschaftskrise oder anderes außergewöhnliches Ereignis) gegen die Kriterien des sogenannten Stabilitäts- und Wachstumspakts (Verschuldung < 60% und Haushaltsdefizit < 3% des BIP) verstößt, können ihm Geldstrafen und andere Sanktionen auferlegt werden. Würde man ebendiesen Stabilitäts- und Wachstumspakt so erweitern, dass auch auf Leistungsbilanzüberschüsse und -defizite Sanktionen folgen könnten, wäre schon viel gewonnen. Auch hier könnte man Geldstrafen verlangen; wichtiger wäre aber, dass verbindlich Maßnahmen ergriffen würden, die eine Reduktion der Ungleichgewichte herbeiführen. Im Fall eines hohen Leistungsbilanzüberschusses (wie in Deutschland) wären dies beispielsweise Lohnerhöhungen (z.B. durch einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in angemessener Höhe), Erhöhung der Sozialleistungen und Ähnliches. (Diese Maßnahmen haben übrigens den Vorteil, dass sie nicht nur aus Gründen der wirtschaftlichen Vernunft, sondern auch der sozialen Gerechtigkeit dringend geboten sind.)
Die Linksfraktion im Bundestag hat übrigens DIE BÖSEN KOMMUNISTEN™ haben übrigens am Donnerstag einen Antrag im Bundestag eingebracht, der genau darauf zielt. Aber mit denen darf man ja sowieso nicht reden. Alles Stasi-Kader, Mauerliebhaber und DDR-Nostalgiker. Tja.

Erstveröffentlichung: yuryBlog

edit: Ich komme gar nicht klar mit der Formatierung. Wieso druckt er den unteren Teil jetzt fett und zerstört die Leerzeilen? In meinem Blog funktioniert die Formatierung jedenfalls.

DCSS: ToBeFree’s Ghost. ?!?!

Auf crawl.akrasiac.org passiert es ab und zu, dass man Geistern („player’s ghost“) anderer Spieler begegnet. Wenn man stirbt, gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass man ab diesem Zeitpunkt als Geist in anderen Spielen auftaucht.

Diese Geister haben die gleichen Eigenschaften wie der lebende Spieler und heißen dann z.B. „the ghost of NAME, an average Kenku Conjurer“ o.ä..

Was mir allerdings noch nie passiert ist und durch die Anzahl von aktuell 10762 Spielern auf dem Server auch ziemlich unwahrscheinlich ist, ist, dass ich mir selbst begegnet bin. 😮

Ich habe ein paar Screenshots gemacht [Bildergalerie ist down]

Orakel: „Leerfahrt“ und „Elmo“!

„Leerfahrt“ ist eine Szene aus den Infinite Adventures 1 (ganz am Anfang). Allerdings hat Orakel hier einen Bus statt einem Zug gemalt. 😉

https://www.freiwuppertal.de/OrakelDrawScanLeerfahrt.png

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Auf diesem Bild kann man Orakel mit Elmo, seinem Hund, sehen. 😉
Ich finde, dass Elmo irgendwie 5 Beine hat, aber Orakel meint, das sei der Schwanz. 😉

https://www.freiwuppertal.de/OrakelDrawScanElmo.png

Orakel und LauDi: „Motion“ und eine FDP-Karikatur!

Erst einmal gibt es eine neue Zeichnung von Orakel: Ich habe sie „Motion“ genannt.
Links oben: Ich im E-Smart. Rechts daneben, in der Mitte: Orakel. Wenn man genau hinsieht, bemerkt man, dass Orakel hier auf Details geachtet hat. Ein Vergleich des Fahrers mit der Person vor Dr. med. Tod’s Praxis zeigt, dass beide eindeutig die gleiche Person sind. 😀
Ganz rechts: Der Air Logistiks – äh, Logistics natürlich. 😛
Darunter fährt ein BioDiesel-Bus mit Greenpeace-Werbung und yury als Mitfahrer. Der Fahrer ist Kiffing, der gerade raucht. 😀
Auch hier wurde auf Details geachtet, so weit man das auf einem DIN-A6-Blatt mit einem normalen Fineliner machen kann.

Eine Idee war, SOTI im Flugzeug über der Menge fliegen zu lassen – allerdings kann Orakel kein Flugzeug malen. 🙁

Hier ist das (wie immer recht große) Bild: https://www.freiwuppertal.de/OrakelDrawScanMotion.png

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Außerdem hat ein Freund von mir, „LauDi“, in einer Freistunde versucht, eine FDP-Karikatur zu machen. Freistunden haben allerdings die Eigenschaft, ziemlich kurz zu sein; deswegen sind darauf nur die wichtigsten Gegenstände enthalten. Auch wenn ich finde, dass das Schiff irgendwie so aussieht, als würde es eher nach links als nach rechts fahren (was definitiv nicht so gewollt ist), soll es die gegen einen „Eisberg“ fahrende FDP darstellen. Sie wird dann untergehen (das Wasser stellt die 5%-Hürde dar, siehe aktuelle Wahlen). Oben auf dem Eisberg steht ein „Grüner“, der nach unten sieht und lacht.

Das Bild kann man sich hier ansehen (Copyright LauDi!): https://www.freiwuppertal.de/LauDiDrawScan1.jpg

Typisch Springer?

Nein, es ist sicher nichts Gravierendes, wenn eine Online-Zeitung einmal bei einer Überschrift daneben greift. Davon geht die Welt nicht unter.

Aber es sind oft kleine Unstimmigkeiten, die einem begegnen, wenn man sich in der deutschen Medienlandschaft umsieht. Jede für sich mag unbedeutend erscheinen; insgesamt ergeben sie jedoch nicht selten ein völlig verzerrtes Bild der Realität.
Eben fand ich einen Bericht in der Welt (eine Zeitung des Springer-Verlags, der auch die Bildzeitung herausgibt) über die Gülen-Bewegung. Ich empfehle sehr, ihn zu lesen – er berichtet in einer für Welt Online erstaunlich liberalen Weise über eine islamische Bewegung, die sich dem interkulturellen Dialog verschrieben hat.
Das Einzige, was mich an dem Bericht störte, war die Überschrift:

„Islam-Bewegung breitet sich in Deutschland aus: Ist sie eine gefährliche Geheimorganisation? Die Gülen-Bewegung besitzt ein Medien-Imperium, eine Bank und Universitäten. In Deutschland betreibt sie bereits zwölf Schulen.“

Und noch einmal Satz für Satz:
„Islam-Bewegung breitet sich in Deutschland aus“ – Ausbreitung, das klingt gefährlich, nach Verdrängung und nach bösen Absichten. Wenn sich etwas „ausbreitet“, dann ist es selten positiv, meistens ist es etwas Ungewünschtes, ein Fremdkörper, eine Art Geschwür. Und dann noch in Deutschland, hier, in „unserem“ Staat. Was maßt sich diese „Islam-Bewegung“ eigentlich an?
Ich übertreibe jetzt bewusst, aber der Leser sieht den ersten Satz und bekommt sofort eine Meinung präsentiert, nicht „offiziell“ zwar, aber allein die Wortwahl ist ein mächtiges Instrument zur Manipulation. Der Leser wird den Artikel jetzt sicher aus dieser Perspektive lesen und auf gefährliche Elemente achten, erst recht nach den nächsten Sätzen. Bevor ich mich diesen zuwende, möchte ich allerdings noch auf das Wort „Islam-Bewegung“ aufmerksam machen. Vielleicht überreagiere ich, aber meiner Meinung nach klingt diese Wortverkettung mit Bindestrich nicht nur sprachlich etwas unschön. Warum nicht „islamische Bewegung“?
Gut, genug der Haarspalterei. „Ist sie eine gefährliche Geheimorganisation?“ Das ist ganz offensichtlich eine rhetorische Frage, und nach dem Lesen des Berichts bin ich jedenfalls geneigt, sie mit „nein“ zu beantworten. Rhetorische Fragen dieser Art schreien aber immer nach einem „ja“ und suggerieren damit, eine Art vorgezogenes Fazit zu sein.

Die Gülen-Bewegung besitzt ein Medien-Imperium, eine Bank und Universitäten.“

Wie bitte? Ein Medien-Imperium? Und das aus der Feder der „Welt“, die bekanntlich eine Zeitung der Axel Springer AG ist? Aber diese besitzt natürlich kein „Medien-Imperium“? Wir haben überhaupt keine unter anderem (aber nicht ausschließlich) von Springer herbeigeführte neoliberale Dominanz in der deutschen Medienlandschaft, sondern – eine islamische, oder gar islamistische? Interessant. Allein schon der Begriff „Imperium“ ist so unglaublich lächerlich, dass man ihn eigentlich gar nicht kommentieren muss.
Abgesehen davon interessiert es mich, wie eine ganz und gar informelle Bewegung eigentlich eine Bank und Universitäten „besitzen“ soll. Aber Hauptsache Panikmache – wir haben ja auch keine größeren Probleme in Deutschland als die alles überragende Macht eines islamischen Imperiums.

„In Deutschland betreibt sie bereits zwölf Schulen.“

Schulen?! Jetzt infiltrieren „die“ auch noch „unsere“ Kinder mit ihrer islamistischen Propaganda! Hilfe!
Im Artikel wird dann auch Necla Kelek zitiert, die die Bewegung als gefährliche „Geheimorganisation“ einstuft; letztlich kommt er aber dennoch zu dem Schluss, dass die Bewegung den interkulturellen Dialog fördert und keine große Gefahr darstellt.
Schön, liebe „Welt“-Redakteure, was aber soll dann diese Überschrift? Ist euch etwa nicht bekannt, dass viele Schnellleser vor allem die Überschriften und Kurzzusammenfassungen lesen und dass der Artikel nach dem Lesen solch einer Überschrift aus einer ganz bestimmten Perspektive betrachtet wird? Oder ist es euch gerade bekannt und das ganze war Absicht? Ohne irgendjemandem etwas unterstellen zu wollen – merkwürdig ist es schon, oder etwa nicht?
Die Kommentatoren erwecken dann auch den Anschein, nur die Titelzeile gelesen zu haben – Beiträge wie „Das kann ja heiter werden in der Zukunft in Deutschland“ oder Wir dulden das, weil unsere gleichgeschaltete, linksorientierte Politikerklasse es zulässt! Die Medien machen fleißig mit! Deutschland braucht Die Freiheit, sonst schafften wir es ab“ sind einschlägig und zeichnen sich dadurch aus, dass sie erstens überhaupt nichts mit dem Thema zu tun haben und zweitens typisch antiislamisch sind. Dazu passt auch, dass prompt Twitter-Reaktionen von Usern wie „Stop Linkstrend“, „thilosarrazinfb“ oder den Düsseldorfer Republikanern kamen. Welt Online ist sich offenbar nicht zu schade, solche Stimmungen zu fördern.
Springer halt.

 

Quelle: yuryBlog

Hacker?!

Ich werde von meinen Freunden manchmal als „Hacker“ bezeichnet – hm.

Ich nehme an, dass ich nicht der Cracker, der in fremde PCs eindringt und oft als „Hacker“ bezeichet wird, bin. Wenn ich aus Langeweile die Internetsperre („Firewall“) in der Schule umgehe – sei es, um sich Dungeon Crawl zu holen, oder um eine Seite aufzurufen, die für den Unterricht nützlich wäre, aber wegen Wörtern wie „Sex“ etc. gesperrt ist -, sehe ich das nicht als „Cracken“. Sollte es das doch sein – es ist ja in beiden Fällen für einen guten Zweck und schadet niemandem. 😛

Wer nicht glaubt, dass es den zweiten Fall tatsächlich gibt, der soll bitte einmal probieren, bei uns etwas über die Punkrockband „Sex Pistols“ herauszufinden.

Der erste Fall ist ziemlich identisch mit dem „SchülerVZ“-Fall – ich kenne keine Person aus meiner Klasse, die nicht schon mindestens einmal die Firewall umgangen hätte, um das bescheuerte Netzwerk aufrufen zu können (um mit Leuten zu chatten, die eine Reihe weiter oder gar neben dem eigenen PC sitzen, versteht sich). Das geschieht zwar nicht mit Tor oder einem anderen Proxy-Netzwerk, sondern per „https“ – der Effekt ist aber der gleiche. 😉

Bis hierhin bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich entweder kein Cracker bin – oder die gesamte Klasse.

Nun zu der Vermutung, dass damit der Hacker gemeint ist, wie er z.B. von Eric S. Raymond beschrieben wird. Ich überprüfe das anhand des Hacker-HowTos auf seiner Webseite (https://www.catb.org/~esr/faqs/hacker-howto.html).

Punkt 1: „Learn how to program.“

Bereits in der Grundschule hatte ich C-Grundkenntnisse, die ich allerdings seitdem nicht wirklich verbessert habe. Irgendwann habe ich mit Delphi angefangen – und auch wieder aufgehört. Momentan gefällt mir Python am besten – ich habe es bei meinem Praktikum an der Uni Wuppertal kennengelernt und es ist noch dazu die von Raymond empfohlene Programmiersprache für Leute, die das Programmieren lernen wollen.

Das alles bedeutet aber nicht, dass ich ohne Handbücher o.ä. Programme schreiben könnte. Ohne einen Internetanschluss mit Zugang zu Wikipedia und einigen Online-Handbüchern würde ich wahrscheinlich nicht einmal ein „Hello World“ hinbekommen. Ich habe einfach keine Lust darauf, die ganzen Befehle auswendig zu lernen – darf man sowas „Hacken“ nennen?

Punkt 2: „Get one of the open-source Unixes and learn to use and run it.“

*hust*. 😀

Punkt 3: „Learn how to use the World Wide Web and write HTML.

Sorry, ohne WYSIWYG-Editor oder CMS, dass mir wenigstens einige Grundbausteine vorgibt, komme ich da nicht zurecht. Ich frage mich, ob es sein kann, dass dieser Punkt der unwichtigste von allen ist – wenn ja, dann fehlt wenigstens nicht so viel. 😉

Punkt 4: „If you don’t have functional English, learn it.“

Englisch kann ich. Ich bin auch dazu in der Lage, einer englisch sprechenden Person per E-Mail oder mündlich das zu sagen, was ich sonst auf Deutsch gesagt hätte. Ich komme auch einigermaßen mit englischen Texten zurecht – Emails sind meiner Meinung nach von allen Texten am Einfachsten. Probleme bekomme ich, wenn jemand auf Englisch in „normaler“ Geschwindigkeit längere, zusammenhängende Sätze – im schlimmsten Fall noch mit Fremdwörtern – spricht. Ich kann dann den Sinn erahnen, komme meistens aber nicht wirklich mit. Das gilt weniger für normale Unterhaltungen als für Vorträge vor mehreren Personen, weil die Englisch sprechende Person dann gar nicht mitbekommt, dass jemand dem Vortrag nicht folgen kann. Auch das habe ich bei meinem Praktikum bemerkt.

Zwischen-Zusammenfassung

Ich würde sagen, dass 2,90 von 4 Punkten erfüllt sind. Das sind fast drei Viertel, aber dabei wird es wohl auch bleiben. Ich habe nicht vor, meine Webseite in Zukunft mit Kate o.ä. zu schreiben – es bringt mir überhaupt nichts. Ehrlich gesagt frage ich mich, was das überhaupt bringen soll. Wenn man einen guten WYSIWYG-Editor hat und damit umgehen kann, kommt man ungefähr zum gleichen Ergebnis – vielleicht nicht ganz so elegant und professionell, aber darum geht es mir auch nicht.

Aber weiter im Text, Raymond hat nämlich noch mehr geschrieben…:

„There are basically five kinds of things you can do to be respected by hackers:“

„To be respected“ – damit ist wohl gemeint, dass man von anderen Hackern als Hacker akzeptiert wird, sich also im Prinzip den Status „Hacker“ verdient. Also los:

„Write open-source software“

Ich sage es ‚mal so: Wenn ich Software veröffentliche, die ich selbst programmiert habe, dann ist diese auch open-source. Allerdings passiert das ungefähr einmal im Jahr und das Programm ist auch nicht wirklich wichtig. Das Letzte, was ich programmiert und zusammen mit einer langen Anleitung veröffentlicht habe, war ein Autostart-Menü für USB-Sticks unter Windows – geschrieben in der Windows-CMD-Skriptsprache (.bat).

„Help test and debug open-source software“

Ich werde von Bugs verfolgt. Immer. Ständig. Einfach überall. Im Bus, bei meinem elektronischen Klavier, ja, sogar in meinem Taschenrechner habe ich bereits „Bugs“ gefunden und diese auch veröffentlicht.
Ich habe einen Bug in meiner Forensoftware phpBB gefunden und ihn gemeldet. Außer phpBB gibt es bestimmt noch andere Open-Source-Programme, in denen ich bereits Bugs gefunden habe – meistens habe ich diese auch gemeldet.

Von von mir gemeldeten Bugs kann yury ein Lied singen. 😛

Diesen Punkt kann ich also problemlos abhaken.

„Publish useful information“

Ich nehme an, dass die ganzen HowTos im Forum ausreichen, um diesen Punkt ebenfalls zu erfüllen. 😉

„Help keep the infrastructure working“

„[…]administering mailing lists, moderating newsgroups, maintaining large software archive sites, developing RFCs and other technical standards[…]“

Ähm – meine Webseite ist alles andere als „large“. 😀
Wenn sie groß wäre, würde ich mich allerdings immer noch um sie kümmern, neue Funktionen einbauen etc..
Die Frage ist, ob hier eher ein „Wenn das Wörtchen ‚wenn‘ nicht wär’…“ gilt, oder ein „Der gute Wille zählt“.
Reicht es aus, dazu bereit zu sein, es aber nicht zu tun, weil einfach nicht genug Besucher da sind? Gehört die Verwaltung einer Webseite inklusive Forum, Wiki, Bildergalerie, Blog, Musikseite etc. überhaupt zu dem, was Raymond meinte? Ich weiß es nicht.

„Serve the hacker culture itself“

Das trifft definitiv nicht auf mich zu (denke ich). Aber:

This is not something you’ll be positioned to do until you’ve been around for while and become well-known for one of the first four things.

The hacker culture doesn’t have leaders, exactly, but it does have culture heroes and tribal elders and historians and spokespeople. When you’ve been in the trenches long enough, you may grow into one of these. Beware: hackers distrust blatant ego in their tribal elders, so visibly reaching for this kind of fame is dangerous. Rather than striving for it, you have to sort of position yourself so it drops in your lap, and then be modest and gracious about your status.

Deswegen ignoriere ich diesen Punkt. 😉

zweite Zwischen-Zusammenfassung

Es sind wieder drei Viertel (schon lustig… :D), wenn ich mir für Punkt 1 und 4 jeweils einen halben Punkt und für die anderen beiden einen ganzen Punkt gebe. Punkt 5 habe ich ignoriert.

Zum Schluss hat Raymond noch einige Dinge geschrieben:

Again, to be a hacker, you have to enter the hacker mindset. There are some things you can do when you’re not at a computer that seem to help. They’re not substitutes for hacking (nothing is) but many hackers do them, and feel that they connect in some basic way with the essence of hacking.

Diese Dinge sind:

„Learn to write your native language well.“

Mein Deutsch is voll korrekt alda… oder wie soll ich schreiben, damit man das als „not well“ bezeichnen kann? 😉

„Read science fiction. Go to science fiction conventions (a good way to meet hackers and proto-hackers).“

Ich habe Perry Rhodan bis zum 37. Band gelesen und jeder Band hat ca. 450 Seiten. Allerdings habe ich vor einiger Zeit damit aufgehört und lese momentan Linus Torvalds‘ Buch „Just for Fun“ (auf Deutsch). Wann und ob ich wieder mit SciFi anfange, weiß ich nicht.

Ich finde den Begriff „Proto-Hacker“ lustig. Vielleicht passt er am Besten zu mir – besser als „Hacker“. „3/4-Hacker“ hört sich nämlich ein bisschen blöd an. 😉

„Train in a martial-arts form.“

The kind of mental discipline required for martial arts seems to be similar in important ways to what hackers do. The most popular forms among hackers are definitely Asian empty-hand arts such as Tae Kwon Do, various forms of Karate, Kung Fu, Aikido, or Ju Jitsu. Western fencing and Asian sword arts also have visible followings. In places where it’s legal, pistol shooting has been rising in popularity since the late 1990s. The most hackerly martial arts are those which emphasize mental discipline, relaxed awareness, and control, rather than raw strength, athleticism, or physical toughness.

Ich kann weder Karate, noch Kung Fu, noch Ju Jitsu. Fechten o.ä. kann ich auch nicht und einen Waffenschein will ich sowieso nicht machen – auch nicht für Sport. 😉

„Study an actual meditation discipline.“

Wirklich? 😀

The perennial favorite among hackers is Zen (importantly, it is possible to benefit from Zen without acquiring a religion or discarding one you already have).

Hört sich nicht schlecht an, ich informiere mich mal darüber.

Other styles may work as well, but be careful to choose one that doesn’t require you to believe crazy things.

Ah, Raymond ist glücklicherweise nicht verrückt. Das beruhigt mich. 😀 😉

„Develop an analytical ear for music. Learn to appreciate peculiar kinds of music. Learn to play some musical instrument well, or how to sing.“

freiwuppertal.de/musik 😉

„Develop your appreciation of puns and wordplay.“

Das appreziiere ich bereits, wie Kiffing vielleicht sagen würde. 😉

End-Zusammenfassung

„Proto-Hacker“ oder „3/4-Hacker“ sind zwei Begriffe, die wahrscheinlich gut zu mir passen. Ein richtiger „Hacker“ – ich weiß nicht. Ein Cracker? Nein.

So, das waren 1553 weitere sinnlose Wörter in diesem Blog – vielen Dank für’s Lesen. 😛

Dr. med. Tod’s Praxis by Orakel

Dr. med. Tod’s Praxis. In den Fenstern: ToBeFree und derair. Links: Ein Schild „McISLAND 200m“. Rechts: Orakel. Er überlegt, ob er auch in diese komische Praxis gehen soll. Neben der Tür, links: Dr. med. Tod höchstpersönlich.

Gezeichnet von Orakel.

 

Das Bild ist ca. 3 MB groß – es baut sich zwar schrittweise auf, trotzdem verlinke ich es hier nur. Außerdem kann dann euer Browser selbst entscheiden, wie groß er das Bild anzeigen will. Auf der vollen Größe kann man jede Einzelheit erkennen – sie ist deutlich größer als mein A6-Original. 😀

Die Größe ist beabsichtigt und ich werde keine kleinere Version zur Verfügung stellen.

 

Hier ist der Link: https://www.freiwuppertal.de/DrMedTodOrakeldrawScan.png

Propaganda goes on…

„Alterung der Gesellschaft – Wirtschaftsweise fordern Rente mit 69“, titelt Spiegel Online heute:

„Bald sollen die Deutschen noch länger arbeiten: Die Wirtschaftsweisen plädieren dafür, das Renteneintrittsalter bis 2060 auf 69 zu erhöhen. Anders ist der demografische Wandel aus ihrer Sicht nicht zu bewältigen.“

Bis 2060, aha. Alles klar. Diese sogenannten Wirtschaftsweisen wissen also schon genau, wie die deutsche Bevölkerungsstruktur dann aussehen wird. 2060, das ist in fast 50 Jahren. Ist das eigentlich seriös?

Man stelle sich mal vor, dieselben Kaffeesatzleser Statistiker, die heute so locker Prognosen für die nächsten 50 Jahre abgeben, hätten dies im Jahre 1900 getan. Sie hätten schlicht und einfach zwei Weltkriege „übersehen“. Wie genau wäre wohl solch eine Vorhersage gewesen?

Halt, sagen da die kritisch Mitdenkenden. In unserem Land gab es seit über 60 Jahren keinen Krieg mehr und es erscheint auch unwahrscheinlich, dass es mittelfristig einen weiteren geben wird. Die Bevölkerungsstruktur müsste sich also heute stetiger entwickeln als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Nun gut – wir hoffen, dass sie recht haben mit ihrer Vermutung über die Häufigkeit von Kriegen in Deutschland. Derweil versetzen wir uns in die Rolle eines Beobachters im Jahr 1950, der die demographische Entwicklung bis 2000 voraussagen will. Er übersieht keine Kriege, die die deutsche Bevölkerung hätten dezimieren können. Also optimale Voraussetzungen für eine gute Prognose? Mitnichten. Der Statistiker hätte die Antibabypille, die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und damit den „Geburtenknick“ übersehen, außerdem den Zuzug von mehreren Millionen Migranten und die Wiedervereinigung.

Schon die Basis  aller dieser Berechnungen – die Demographieprognose – ist also zumindest sehr fragwürdig. Das ist aber nicht das einzige Problem dieser alle paar Monate auftauchenden Forderungen nach Rente mit 67, 69, 70, 73:

  • Die Politik könnte die demographische Entwicklung durch familien- bzw. kinderfreundliche Politik selbst beeinflussen, wenn sie denn wollte. (Aber bitte nicht die sarrazinistische ausschließliche Förderung von Akademikerinnen zur angeblichen Steigerung des durchschnittlichen Intelligenzquotienten der Bevölkerung.)
  • Die arbeitende Bevölkerung muss ja durch ihre Sozialversicherungsbeiträge nicht nur die Senioren mittragen, sondern auch die Kinder und Jugendlichen. Deren Anteil aber wird zurückgehen, während der der älteren Bevölkerung steigt (allerdings nicht im selben Maße).
  • Zur Not wären auch Beitragserhöhungen möglich. Sie sind zwar nicht wünschenswert, aber besser als faktische Rentenkürzungen, wie die Rente mit 67 eine darstellt.
  • Wenn die Subventionierung von (Niedriglohn-)Leiharbeit und anderen nicht sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen aufhörte, gäbe es mehr Beitragszahler. Das wird von der Politik aber nicht gewollt, weil unsichere und schlecht bezahlte Arbeitsplätze den Unternehmen billige Arbeit verschaffen die Beschäftigung fördern.
  • Nicht nur die demographische Entwicklung lässt sich auf 50 Jahre schwer bis gar nicht vorhersagen, sondern auch die wirtschaftliche. Je nachdem, wie stark die Produktivität steigt, lässt sich der Rückgang der erwerbsfähigen Personen im Vergleich zu den Rentnern sehr gut abfedern.
  • Das gilt allerdings nur, wenn die Reallöhne gemäß der Produktivität steigen. Das wird von der Politik aber nicht gewollt, weil Hungerlöhne den Unternehmen billige Arbeit verschaffen die Beschäftigung fördern.

Es gibt also mehr als genug Gestaltungspielraum für die Politik, die Alterung der Gesellschaft zu bewältigen. Stattdessen wird ein höheres Renteneinstiegsalter bevorzugt. Aber ist es nicht auch legitim, dass die Leute etwas länger arbeiten, wenn sie länger leben?

  • Heute sind nur 40% der Menschen zwischen 55 (!) und 64 überhaupt berufstätig. Solange dieser Anteil nicht wesentlich angehoben werden kann (was jedenfalls mit ökonomisch falscher und unsozialer Politik nicht gelingen wird), ist die Rente mit 67/69/70/73 eine faktische Rentenkürzung.
  • Menschen, die körperlich hart arbeiten (und meist zu niedrigen Löhnen), trifft das doppelt. Sie haben eine geringere Lebenserwartung als der Durchschnitt und beziehen daher nicht so lange Rente.
  • Das erhöhte Renteneintrittsalter ist nur ein Versuch, Symptome zu kurieren. Die Ursache für eventuelle Finanzierungsschwierigkeiten in der Rentenversicherung – der Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung durch Arbeitslosigkeit, Leiharbeit usw. – wird nicht einmal berührt.

Zuletzt: Wenn es so viele gute Argumente gegen die Rente mit 67/69/70/73 gibt, warum wird sie dann von gewissen Leuten (jedes Mal mit großem Medienecho) immer und immer wieder gefördert? Cui bono?

Die Antwort: Weil das erhöhte Rentenalter – wie oben ausgeführt – eine faktische Rentenkürzung darstellt, müssen sich die zukünftigen Rentner – und das wird von vielen Befürwortern auch ganz unverfroren gefordert – ihr bescheidenes Einkommen mit privater Altersvorsorge aufbessern. Und davon profitiert die Finanz- und Versicherungswirtschaft. Um es mit den Worten von Carsten Maschmeyer, der – wie unlängst bekannt wurde – 1998 auch Gerhard Schröders Wahlkampf gesponsert hat, zu sagen (bezogen auf die Versicherungswirtschaft):

„Wir stehen vor dem größten Boom, den unsere Branche je erlebt hat. Es ist so, als wenn wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig groß, und sie wird sprudeln.“

Carsten Maschmeyer, der mit seinem Finanzunternehmen AWD massenhaft Kleinanleger betrogen hat,  ist übrigens ein guter Freund unseres Bundespräsidenten Christian Wulff.

Lobbyisten aller Länder, vereinigt euch!

Und zwar beim Bundesparteitag der FDP, der dieses Wochenende stattfand:

Es ist schon echt putzig, wer da so herumläuft:

Neben den vier großen Stromversorgern E.on, RWE, Vattenfall und EnBW, dem Lobbyverband Atomforum und dem Energiewirtschaftsverband BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) ließen sich auch der Erdgasverband, zwei Tabakunternehmen (British American Tobacco[1] und Philip Morris), BP, die Telekom und Telefonica (ihr spanisches Pendant), der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS, das Pharmaunternehmen Pfizer[2], BMW, Audi und der Autoverleiher Sixt, der RTL-Sender n-tv, natürlich die Bertelsmann Stiftung, die Gesellschaft der Versicherer und der Verband der privaten Krankenversicherer, die Apotheken, der Tankstellenbetreiber Tank&Rast, Air Berlin und – aufpassen, ToBeFree! – der Monopolist Microsoft[3] zu einer milden Gabe hinreißen.

 

Na denn – viel Spaß, liebe FDP. Aber glaubt nicht, dass euch jetzt jemand wählt, nur weil ihr den ehemaligen Pharmalobby- und jetzigen Propagandaminister für Ultra-Krass-XXXL-Aufschwung und Wirtschaftsboom Phil Rösler zu eurem Chef gemacht habt…

 

[1] Wikipedia: „Nach Recherchen des Spiegels lässt Philip Morris International Inc. in Kasachstan Tabak anbauen, der teilweise auch von Minderjährigen geerntet wird. Dies verstoße gegen die Kinderrechtskonvention und kasachische Gesetze. Ebenfalls wird auf die schlechten Arbeitsbedingungen in Kasachstan hingewiesen. So würden die Plantagenarbeiter keine Schutzkleidung tragen, obwohl die Arbeit gesundheitsschädlich sei.“

So sehen wohl Menschenrechte nach Geschmack der FDP aus?

[2] Man beachte den Wikipedia-Abschnitt über die Verfahren gegen Pfizer.

[3] Theoretisch ist die FDP ja für freien Wettbewerb. Aber bitte nicht, wenn es ihre geliebten Lobbyistenfreunde trifft.

DCSS: Merfolk Crusader & Warper

Ich habe mich in Dungeon Crawl jetzt endlich für eine Rasse entschieden, die mir gut gefällt und mit der ich einigermaßen gut umgehen kann.

Ein Merfolk Crusader ist eine gute Wahl – in der CrawlWiki auf crawl.chaosforge.org gibt es dazu sogar eine spezielle Anleitung.

Obwohl er von den Programmierern nicht empfohlen wird (die Schrift ist grau statt weiß), ist ein Merfolk Warper aber vielleicht sogar noch eine bessere Wahl. Die Fähigkeit, sich nach Belieben zu teleportieren („Blink“), ist perfekt, um schnell vor übermächtigen Gegnern zu fliehen. Wenn man dann noch „Controlled Teleport“ gelernt hat, kann man sich sogar gezielt in eine bestimmte Richtung teleportieren und ist auf diese Weise schneller als die meisten Gegner im Spiel.

Dazu kommt, dass ein Merfolk einen unglaublichen Ausweichbonus hat, wenn er im Wasser ist. Wenn man Fedhas als Gott wählt (im Tempel oder oft schon in den ersten Ebenen, von vielen Bäumen umgeben, kann man einen Altar finden), bekommt man irgendwann die Fähigkeit, an beliebigen Stellen Wasser entstehen zu lassen („Rain“). Als Merfolk kann man außerdem seine Items einfach in tiefes Wasser legen – ein sichereres Versteck für sein Lager gibt es kaum. Und wenn gerade kein Wasser für das Lager da ist, hilft Fedhas weiter.

Ich werde in der Wiki eine Anleitung für den Merfolk Warper erstellen, falls ich damit gewinne.

[yury: ] Wie blöd muss man eigentlich sein, um so einen haarsträubenden Unsinn zu verbreiten?

Dieser Beitrag wurde von yury geschrieben, bevor das Blog neu installiert wurde.

Laut Spiegel Online fordert ein – anscheinend relativ unbekannter, zumindest ist bei Google nur ein einziger Eintrag über ihn zu finden – Geoforscher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) namens Frank Schilling ein Endlager auf Zeit. „Wir brauchen ein Kurzzeit-Endlager, und zwar schnell“, sagte Schilling Spiegel Online.
Was bitte soll ein Kurzzeit-Endlager sein?! Der Begriff ist schlicht und einfach ein Widerspruch in sich – ENDlager heißt nach den Gesetzen der Logik, dass das Zeug da bleibt und nicht nach 500 Jahren wieder herausgeholt werden muss. Dass 500 Jahre in diesem Maßstab eine „kurze Zeit“ sind, zeigt im Übrigen, was wir (als Gesellschaft) uns mit diesem Müll angetan haben. In der Asse hat es nicht einmal funktioniert, die radioaktiven Abfälle auch nur 50 Jahre lang sicher zu lagern, da werden wir 500 Jahre für ein „Endlager light“ oder 10 Millionen Jahre für ein richtiges Endlager ja locker im Handumdrehen stemmen.
Gerade CDU/CSU/FDP-Politiker begründen ja den „Schuldenabbau“ (d.h. Sozialabbau zum angeblichen Zweck der nicht funktionierenden NEUverschuldungsreduktion) oder die Rente mit 67 gerne mit der „Generationengerechtigkeit“, nach dem Motto, „wir“ (= die ärmere Hälfte der Bevölkerung) müssen uns jetzt in Askese üben und „den Gürtel enger schnallen“, damit für die Vermögenden nächsten Generationen noch etwas übrig bleibt.
Es ist also offenbar auch „Generationengerechtigkeit“, wenn die jetzige Generation bis 2037 (also ungefähr die Zeitspanne, die die heutigen Politiker noch zu leben haben) Atomstrom bezieht und das Problem der sicheren Endlagerung für die folgenden Generationen übrigbleibt. Die sollen ja schließlich auch noch etwas zu tun haben – nicht, dass denen die Arbeit ausgeht.
Danke, Frau Merkel; danke, Herr Westerwelle.

wie-blod-muss-man-eigentlich-sein-um-so-einen-haarstraubenden-unsinn-zu-verbreiten

[yury: ] Hochzeitstag und andere Probleme

Dieser Artikel wurde von yury geschrieben, bevor das Blog neu installiert wurde.

 

Und, habt ihr schön alle die Hochzeit von Willi und Katharina (oder so) in London mitverfolgt? Nicht? Schämt euch. Schließlich wurde das im Fernsehen auf allen Kanälen und im Internet per Live-Stream, Live-Ticker und Live-Sonstwas übertragen. Ist ja auch ein wichtiges Ereignis. Ich meine, wenn in China ein Sack Reis umfällt, wird das ja schließlich auch in der Tagesschau gemeldet. Da kann man schon mal einen ganzen Tag für eine Hochzeit reservieren, auch weil uns Deutschen der geliebte Adel ja nun leider (vorübergehend) abhanden gekommen ist. Hat Prinz William eigentlich auch eine Doktorarbeit geschrieben? Wäre doch mal interessant. Oder auch nicht.

Spiegel Online, was immerhin das größte deutsche (Boulevard-)Nachrichtenportal ist, hat sogar extra sein Logo geändert. Das sollte wohl kreativ sein, war es aber nicht. Außerdem waren dort den ganzen Tag die oberen beiden Überschriften für die Hochzeit reserviert. – Darunter stand heute mittag die Meldung: „Hohe Inflation: Deutsche können sich weniger leisten“. Im Artikel (https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,759701,00.html) durfte man dann erfahren, dass das „bereits bescheidene“ Lohnplus der Arbeitnehmer 2010 nun auch noch durch die ultra-mega-krasse Hyperinflation von ganzen 2.4% aufgefressen wird, weswegen die „alarmierte“ EZB (Europäische Zentralbank) die Wirtschaft natürlich und verständlicherweise sofort mit weiteren Zinserhöhungen abwürgen muss. Darunter stand bezeichnenderweise eine Meldung mit dem Titel „Rekordhoch: Silber so teuer wie nie“ (https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,759652,00.html) – vom gleichen Autor.
Klar: Weil die Hyperinflation droht, müssen die Kunden in die „krisensichere Anlage“ (Artikel) Silber investieren. So was nennt man üblicherweise „Propaganda“ und es sollte jedenfalls nicht von der größten deutschen Nachrichtenseite betrieben werden, noch dazu im Redaktionsteil. Damit das Volk das nicht merkt, wird es weiter mit Hochzeitsgelaber zugeschüttet. Na toll.

[yury: ] Nachträgliche Osterüberraschung (negativ)

Dieser Beitrag wurde von yury geschrieben, bevor das Blog neu installiert wurde.

Hi, auch wenn ich etwas verspätet dran bin, habe ich auch noch eine Osterüberraschung, und zwar, dass ich ab sofort in diesem hochverehrten Blog hier auch noch Redakteurrechte habe, also auch mal meinen Senf/Spam dazugeben kann. ToBeFree ist schuld.

In Gedenken an Orakels Hund, yury

[Orakel: ] Osterüberraschungen – positive und negative

Dieser Beitrag wurde von Orakel geschrieben, bevor das Blog neu installiert wurde.

Ostern ist vorbei und ich ziehe eine Bilanz.

Was war das tolles Wetter! Bis zu 26°C und mehr waren dabei.
Da möchte man doch nur die Freundin ins Auto packen, den Hund im Kofferraum verstauen, und wegfahren. Aber so einfach wird das bei Fahrzeugen mit Benzinmotor nicht: Super 95 ausverkauft, Super 98 ausverkauft, Super E10 ausverkauft. Tankstellen kämpfen um den letzten Liter, und erhöhen ihre Preise mal eben so für 9,99€ für einen Liter Super. So mussten Leute, die dies leider übersahen, für 10 bzw. 20 Liter Super 100€ bzw. 200€ bezahlen.

Na, dann: Frohe Ostern.

Gravatare bei Kommentaren

Habt ihr ein Gravatar?

Es funktioniert ganz einfach: Man meldet sich auf dieser Seite mit seiner Emailadresse an und kann dann nach einer Bestätigung Avatare hochladen: https://de.gravatar.com/

Wenn man in diesem Blog einen Kommentar schreibt und seine Emailadresse angibt, sucht mein Server auf dem Gravatar-Server nach einem eventuell vorhandenen Avatar. Wenn da eines ist, fügt er es hier neben dem Kommentar ein.

Seht euch mal die Kommentare hier im Blog an – ich habe ein Gravatar und das wird neben jedem meiner Kommentare angezeigt.

Wenn ihr kein Gravatar habt und einen Kommentar abgebt, wird ein zufälliges Bild aus geometrischen Mustern generiert, das bei jedem Benutzer einzigartig ist. Auch nicht schlecht.

3 Arten von Benutzern

Es gibt jetzt 3 Arten von Benutzern.

Administratoren verwalten das Blog und die Benutzer.
Chefredakteure können Artikel in bestimmten Kategorien erstellen, ihre eigenen Artikel bearbeiten, HTML (Smilies und Formatierungen etc.) benutzen und Kommentare moderieren.
Redakteure können Artikel in bestimmten Kategorien erstellen und ihre eigenen Artikel bearbeiten. Sie können weder Smileys, noch irgendwelche anderen Formatierungen verwenden (sicher ist sicher  ).

Redakteure haben ziemlich eingeschränkte Rechte, was vor allem daran liegt, dass sie kein HTML benutzen können. So werden sogar Zeilenumbrüche (!) unmöglich.
Um als Redakteur Artikel schreiben zu können, muss man in den Einstellungen des Artikels sämtliche Plugins deaktivieren (weil diese HTML benutzen bzw. Text in HTML umwandeln). Wenn man das nicht tut, erscheint der Artikel als HTML-Code (viel Spaß beim Lesen…  ).

Momentan plane ich, Orakel als Chefredakteur hinzuzufügen. Andere User des Forums (z.B. yury & Kiffing) werden auf Wunsch als Redakteure aufgenommen.

Platz 17 bei „Zot Defence“ auf crawl.akrasiac.org

„Zot Defence“ ist ein neuer Spielmodus in der aktuellen Betaversion von Dungeon Crawl Stone Soup. Anstatt (wie sonst) zu versuchen, das legendäre „Orb of Zot“ zu stehlen, muss man es nun verteidigen und bekommt einige Fähigkeiten, die sonst nur den Computergegnern vorbehalten sind.

Ich habe das mal ausprobiert und bin nach einigen Versuchen mit einem Troll-Berserker auf Platz 17 der Online-Highscoreliste gekommen (ca. 4000 Punkte, viel Abstand zu den höheren Plätzen). Gestorben bin ich, weil ich irgendwann aus Langeweile nur noch die „Sleep“-Taste gedrückt habe und plötzlich verhungert bin. 😀

Mal sehen, ob ich das noch verbessern kann… 😉