SEO-Tipps

Ich veröffentliche hier mal einige Tipps, mit denen man seine Seite für Suchmaschinen optimieren kann. Die Tipps sollte man sofort umsetzen, denn sie kommen immerhin von jemandem, der behaupten kann, ein echter SEO-Profi zu sein. Ich bin ein echter SEO-Profi. Ich weiß, wie man Dinge bei Google eingibt und ich weiß, wie man eine Webseite macht. Reicht das nicht? – auch egal, ich veröffentliche hier meine Tipps, um mit meiner nicht vorhandenen, imaginären Werbung noch mehr Geld zu verdienen als zuvor. Die meisten Webmaster, die im Internet nach SEO-Tipps wie diesen hier suchen und diese dann bedenkenlos umsetzen, sind sowieso nicht undumm. 😉

1. Kontrast ist wichtig!
Das ist die wichtigste Regel überhaupt. Benutze als Schriftfarbe #00FF00 und als Seitenhintergrundfarbe #FF00FF. Google und andere Suchmaschinen haben virtuelle Augen, seitdem es VirtualSEyes™ gibt. Außerdem empfinden Suchmaschinen ein normales #000000 auf #FFFFFF als langweilig und als ein Zeichen dafür, dass der Webmaster keine Ahnung davon hat, wie eine Suchmaschine funktioniert. Ein SEO-bewusster Webmaster benutzt daher #00FF00 auf #FF00FF. Die User müssen sich an dieses Schriftbild eventuell gewöhnen, aber schließlich will man seine User ja auch erziehen und ihnen zeigen, wie wichtig SEO ist. Die Webmaster unter ihnen werden sich bestimmt freuen! 🙂

2. Erstelle deine Webseite mit MS Word 2000!
Niemand braucht ein CMS, wenn er Word 2000 von Microsoft besitzt und mit dem darin enthaltenen Webseiten-Erstellungsassistenten zurechtkommt. Word 2000 hat auch einige Vorzüge gegenüber neueren Versionen – zum Beispiel benutzt Word 2000 iframes, um die Navigation auf der Webseite so kompliziert und spannend wie möglich zu gestalten. Damit wird jeder Suchmaschinenbesuch zu einem echten Abenteuer, und da Suchmaschinen nicht nur virtuelle Augen, sondern auch Gefühle haben, sind sie über diese Abwechslung so dankbar, dass sie die Webseite an Platz 1 in den Suchergebnissen katapultieren. Der beste Beweis dafür ist, dass die alte freiwuppertal.de-Homepage schon in Word-2000-Zeiten Platz 1 bei der Google-Suche nach „Tobias Webseite“ war. Da die alte Homepage noch immer erreichbar ist, stellt sie noch immer eine Art Freizeitpark für Suchmaschinen dar, die sich über jeden iframe freuen. Daher ist freiwuppertal.de auch heute noch so beliebt bei Suchmaschinen.

3. Formatiere deinen Text so extrem wie möglich
Formatierung wird von Suchmaschinen nicht ignoriert und beeinflusst die Platzierung der Webseite. Es ist daher schon fast zur Pflicht geworden, alle SEO-relevanten Stichwörter dick oder kursiv zu machen. Mein Tipp geht aber noch weiter, denn ich habe als Einziger verstanden, wie es wirklich geht:
Jedes Wort auf der Webseite muss einzeln als dick und kursiv markiert werden. Die Leerzeichen zwischen den Wörtern dürfen auf keinen Fall so markiert werden, da Suchmaschinen daran sofort merken würden, dass der Webmaster ein technisch unbegabter Computeranfänger ist, der ernsthaft glaubt, es sei unnötige Arbeit, jedes Wort einzeln mit einer Formatierung zu versehen. Das ist selbstverständlich nicht der Fall! Jedes formatierte Leerzeichen gibt Punktabzug bei den Suchmaschinen, denn keine Suchmaschine hält dickgedruckte Luft für relevant.

4. Benutze kein einziges Leerzeichen!
Man kann auch noch weiter gehen und die Leerzeichen einfach ganz weglassen. Menschen haben im Zeitalter des Web 2.0 sowieso kein Problem mehr mit nicht-Duden-konformen Texten und Leerzeichen sind besonders im Deutschen unnötig, da der Wortanfang vieler Wörter sowieso an deren großgeschriebenen Anfangsbuchstaben erkennbar ist. Nomen sind die Seele des Textes und Zeitungen wie die BILD zeigen immer wieder, dass Verben sowieso nicht gebraucht werden. Warum sollte man sie also extra durch Leerzeichen hervorheben?
Das Weglassen von Leerzeichen spart nicht nur Speicherplatz, den man für Werbung und das Tracking seiner Benutzer verwenden kann, nein – es zeigt den Suchmaschinen auch, dass hier ein moderner Admin am Werk ist, der als einer von wenigen das Web 2.0 verstanden hat.

5. Mehr kommen noch!
😉

EDIT: Ich habe gerade eine Mail von irgendeiner SEO-Firma erhalten und wurde gefragt, ob ich Interesse an SEO habe. Da die ironische Nachricht also offenbar nicht eindeutig genug war, hier noch einmal meine Meinung zu SEO:

  • Dies ist eine private Homepage ohne Werbung. Das reicht schon aus, um (nicht gezählte) 99% der Argumente für SEO sinnlos zu machen.
  • Der Inhalt von freiwuppertal.de und allen Subdomains ist für MENSCHEN erstellt worden, nicht für Suchmaschinen.
  • Mein PageRank ist mir egal, wirklich. Es ist völlig irrelevant, ob ich bei einer Google-Suche nach „SEO-Tipps“ diesen Artikel finde oder nicht. Es ist mir sogar egal, ob eine Suche nach „freiwuppertal.de“ zu meiner Webseite führt. Solange ein MENSCH die Adresse kennt und oben in die Adressleiste eingeben kann, ist alles in Ordnung.
  • Wenn ich einen Link auf eine andere Webseite in meine Linkliste setze, mache ich das, um MENSCHEN zu zeigen, dass mir diese Webseite gefällt. Wenn jemand einen Link auf freiwuppertal.de ins Internet stellt, macht er das hoffentlich auch, um MENSCHEN, nicht Suchmaschinen, auf meine Webseite zu leiten.

SEO nervt, weil es sehr oft übertrieben wird. Viele Administratoren schreiben ihren Content nur noch, um mit der daneben geschalteten Werbung möglichst viel Geld zu verdienen. Es entstehen ganze Geschäftsmodelle, in denen Firmen diesen Administratoren kostenpflichtige SEO-Tipps geben. Es geht in diesem Fall nur ums Geld. Ohne AdBlock und NoScript hat man im Internet wirklich ein Problem, weil fast alle Webseiten irgendwelchen JavaScript-Code als Werbung auf ihrer Webseite einbinden, den man eigentlich gar nicht ausführen will. Um noch mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, ist die Werbung dann meistens auch noch animiert (mehr dazu).

Und weil Werbung allein nicht reicht, muss für perfektes SEO natürlich auch noch Benutzerverfolgung dazukommen – manche machen das halbwegs vorbildlich mit Piwik, andere übertreiben wirklich und senden die Daten ihrer Benutzer an Google Analytics, noch bevor diese überhaupt dazu in der Lage sind, die „Datenschutzerklärung“ anzuklicken. Welchen Sinn hat eine Warnung, die man erhält, wenn es bereits zu spät ist?

Fazit: Nein, danke.

freiwuppertal.de auf einem vServer

freiwuppertal.de ist auf einen virtuellen Server umgezogen. Ich habe also endlich die volle Kontrolle und root-Rechte auf diesem Server. Das bedeutet, dass ich unbegrenzt viele mySQL-Datenbanken und Webseiten/Subdomains erstellen kann und auch andere Dinge als PHP-Applikationen laufen lassen kann, und das 24 Stunden am Tag. 😉

Die folgenden Dinge haben sich z.B. bisher geändert:

  • freiwuppertal.de hat jetzt einen eigenen IRC-Server, einen UnrealIRCd auf irc.freiwuppertal.de! Mehr Informationen dazu gibt es hier.
  • Die Infinite Adventures haben mit ia.freiwuppertal.de nun endlich eine eigene Webseite, auf der alle Informationen veröffentlicht werden und auf der man sich die IA als PDF-Dateien herunterladen kann.
  • freiwuppertal.de hostet das Schachburg-Wiki nun selbst (mw.freiwuppertal.de). Das wurde auch nötig, weil wir das Schachburg-Wiki zum Schreiben der Infinite Adventures benutzen und die Garantie brauchen, dass das Wiki unter unserer Kontrolle steht und von uns gewartet wird.

Weitere Änderungen werden normalen Benutzern nicht auffallen, denke ich. Wenn ich etwas wichtiges vergessen habe, sagt mir Bescheid. 😉