Da ist der „friedliche“ G20-Protest.

Die Videos der Wut
https://www.faz.net/aktuell/g-20-gipfel/g20-gipfel-2017-in-hamburg-videos-dokumentieren-randale-15095982.html

Brennende Autos, Gewalt gegenüber Polizisten und Anwohnern, eingeschlagene Scheiben, und das alles in einer Brutalität und Gleichgültigkeit, die nicht nur die Hamburger zutiefst erschreckt hat.

Schwarz vermummte Gestalten ziehen durch die Straße wie eine Todesschwadron, stecken Autos in Brand, werfen Schaufenster ein, in gespenstischem Schweigen. Nicht weit davon entfernt schildern teils verängstigte Anwohner den Reportern, wie sie den Durchzug des Mobs erlebt haben. Wie sie bedroht und angegriffen wurden, wie ihre Autos in Flammen aufgingen, wie hilflos sie sich fühlen angesichts dieser Brutalität.

Anwohner geschlagen und getreten
https://www.faz.net/aktuell/politik/randale-in-der-elbchaussee-anwohner-geschlagen-und-getreten-15095725.html

Wilde Horden rennen durch Hamburg und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Anwohner auf der Elbchaussee berichten, wie sie attackiert wurden. Die Vermummten zündeten Autos an, schlugen Scheiben ein und prügelten auf Unschuldige ein.

Die neue faschistische Gewalt der Linken – und ihrer Freunde
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article166394843/Die-neue-faschistische-Gewalt-der-Linken-und-ihrer-Freunde.html

Ihr schwarzes Fitnesskostüm verrät, dass ihre Ästhetik von den Schwarzhemden Mussolinis inspiriert ist. Sie agieren wie Faschisten. Sie schüren Angst und Unsicherheit. Der Schwarze Block hat seit Donnerstagabend Hamburg in eine Bürgerkriegslandschaft verwandelt. Er fackelt die Kleinwagen von – sagen wir – Krankenschwestern, Kasserierinnen und Verdi-Betriebsräten ebenso lustvoll ab wie die Ikea-Zentrale in Altona. Auf den Videos ist zu sehen, wie beschwingt der Vandalismus vonstattengeht.

Die Polizei hat mit Augenmaß auf diese Bedrohungslage reagiert. Schon am Freitagvormittag stellte sich heraus, dass die Aufrüstung der Verteidiger des staatlichen Gewaltmonopols die enthemmte Abenteuerlust der Linksradikalen unterschätzt hat. In dramatischen Appellen wurde Verstärkung aus anderen Bundesländern angefordert. Die so schlecht bezahlten Polizisten, deren Job so wichtig ist für unsere Freiheit, müssen ausbaden, was an Laschheit über Jahre und Jahrzehnte im Umgang mit linker Gewalt aufgebaut worden ist: Hausbesetzer mit Hausbesitzern zu verwechseln, Parks zu rechtsfreien Räumen verlottern zu lassen, im Zweifel den selbst ernannten Antifaschisten mit ihrer faschistischen Gewaltliebe sogar Förderung zukommen lassen. All das rächt sich jetzt.

Liveblog der ZEIT
https://www.zeit.de/politik/2017-07/g20-gipfel-hamburg-live

„Dass die Eskalation von der Polizei ausgeht, ist ein linksradikales Ressentiment, das wir regelmäßig hören“, sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) der ZEIT. „Wer sich heute in der Stadt umschaut, weiß, dass es anders ist.“

In den Einkaufspassagen Altonas sind zahlreiche Geschäfte beschädigt, die Scheiben jedes zweiten Ladens sind zersplittert – ganz gleich, ob Einzelhandel oder Filialen großer Handelsketten.

Vor den Läden stehen fassungslose Anwohner, die die Schäden fotografieren. „Warum machen die das?“, fragt eine ältere Dame ihre Freundin, die darauf auch keine Antwort hat.
Einige Stunden vorher waren kleinere Gruppen von Autonomen durch die Straßen gezogen, bewaffnet mit Hammern und Brandsätzen.

Angesprochen auf die brennenden Autos heute Morgen an der Max-Brauer-Allee, sagte der Welcome-to-Hell-Sprecher, er könne verstehen, dass die Demonstranten jetzt ihrer Wut Ausdruck verleihen: „Wir distanzieren uns jetzt erst mal von gar nichts.“

 


 

Update: Hier ist ein guter Kommentar bei der ZEIT:

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-07/g20-krawalle-polizei-gewalt-proteste-kommentar

„DVB-T2 HD: Ende März wird umgestellt“

Die Westdeutsche Zeitung scheitert regelmäßig an der Erklärung technischer Themen. Verständlich: Man kann schlecht erklären, wovon man selbst keine Ahnung hat. Da hilft es auch nicht immer, einen Experten mündlich zu interviewen, denn entweder ersetzt der Journalist beim Schreiben seines Artikels dann Fachbegriffe durch vermeintliche Synonyme, oder es kommt schon im Interview zu Hörfehlern.

Westdeutsche Zeitung, Samstag, 18.02.2017. Großer Artikel im Wirtschaftsteil:

Vielleicht hat die Autorin dieses Artikels sogar nochmal nachgefragt, weil ihr der Begriff selbst komisch erschien. „Skat-Anschluss?“ – „Ja, genau“. Stattdessen hätte man eine beliebige Internet-Suchmaschine befragen können und hätte sofort eine bessere Antwort erhalten. Aber das wäre ja nicht so professionell gewesen wie die mündliche Nachfrage bei einem Experten und kam daher bestimmt nicht in Frage.

„Vorteile der 48-Volt-Bordspannung“

Westdeutsche Zeitung, Samstag, 28.01.2017. Großer Artikel im „Automagazin“:




Das passiert, wenn Journalisten versuchen, die Erklärungen eines Experten indirekt wiederzugeben und dabei zur Abwechslung Fachbegriffe durch vermeintliche „Synonyme“ ersetzen. Es liest sich dann durchaus angenehmer, als wenn das gleiche Wort zu häufig erwähnt wird – aber es wird auf einmal sachlich falsch, weil „Strom“ eben nicht „Leistung“ ist. Dass die Kabel auf einmal dünner sein dürfen, ohne zu schmelzen, liegt daran, dass bei höherer Spannung für die gleiche Leistung weniger Strom fließen muss.

Tagesschau: „‚Web of Trust‘ späht Nutzer aus“ // 33c3: Build your own NSA

https://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Nackt-im-Netz-Millionen-Nutzer-ausgespaeht,nacktimnetz100.html
https://www.tagesschau.de/inland/tracker-online-103.html

(englische Übersetzung: https://www.youtube.com/watch?v=VhVpMPkFUI

Peinlicher Wahlkampf

Dazu sollte man fairerweise sagen, dass dieser Text hoffentlich nicht vom Kandidaten selbst stammt – unter dieser schrecklichen Einleitung beginnt nämlich mit „Liebe Freundinnen und Freunde,“ die erste Zeile seiner größtenteils fehlerlosen („ein Vorreiterrolle“) Ansprache. Dass diese Internetseite wohl schon seit über zwei Monaten als Werbung für den OB-Wahlkampf dienen soll, lässt aber nicht gerade darauf schließen, dass diese Partei sich ernsthafte Hoffnungen auf eine Situation macht, in der es für sie auf jede Stimme ankommt.


Das Bild ist ein Ausschnitt aus einem Screenshot von dieser Seite: https://gruene-kvwuppertal.de/presse/news-detail/article/gruene_alternative/ – Abruf 20.08.2015, 15:05 Uhr. Die roten Markierungen, das Trollface und der Transparenzverlauf stammen von mir.

Einer lügt

Die DPA (oder die WZ?) scheint eine interessante Vorstellung von „wörtlichen“ Zitaten zu haben. Dass dabei sinnverändernde Wörter auch gerne einmal ausgelassen werden dürfen, ist ja selbstverständlich, oder? 😉

Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-08/netzpolitik-affaere-generalbundesanwalt-harald-range-erklaerung , (Abruf 5.8.15 12:30)

Quelle: WZ-Titelseite (GeneralAnzeiger) vom Mittwoch, 5.8.2015 – WPT Nr. 179. Die blaue Markierung stammt von mir.

Beim Blick auf die große Lücke bis zum Wort „dpa“ kommt auch Platzmangel nicht wirklich als Begründung in Frage. Dass das Zitat ungekürzt auf der Tagesthemen-Seite der selben WZ-Ausgabe zu finden ist, zeigt, dass der WZ die vollständige Aussage durchaus vorlag – allerdings stammt die Titelseiten-Meldung von der DPA, während über dem Tagesthemen-Artikel zwei Autorennamen stehen. Eine Google-Suche nach dem Zitat liefert auch weitere Treffer, bei denen das Wort „politisch“ fehlt, so z.B. bei der Jungen Welt, beim Bayern-Kurier und ganz unerwartet auch bei der stets sehr sachlichen, seriösen Nachrichtenquelle meines Vertrauens, n-tv. Alle geben die DPA zumindest als Teil ihrer Quellen an. Ob die einzelnen Zeitungen willkürlich gekürzt haben (bei Online-Ausgaben noch unwahrscheinlicher), ob eine Zeitung mit dem Quatsch angefangen hat und daraufhin rundherum abgeschrieben wurde, oder ob die DPA einfach unfähig ist, wörtlich zu zitieren, sei dahingestellt.

Déjà-vu

Der russische Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, die nuklearen Streitkräfte des Landes in diesem Jahr mit mehr als 40 neuen Interkontinentalraketen auszurüsten. Diese würden „in der Lage sein, jede beliebigen, sogar die technisch modernsten Raketenabwehrsysteme zu überwinden“, sagte Putin am Dienstag anlässlich der Eröffnung einer Waffenmesse in Kubinka nahe Moskau.

https://www.faz.net/-hox-84knz

Das Bundesverfassungsgericht über Grundrechte

In der freiheitlichen Demokratie des Grundgesetzes haben Grundrechte einen hohen Rang. Der hoheitliche Eingriff in ein Grundrecht bedarf der Rechtfertigung, nicht aber benötigt die Ausübung des Grundrechts eine Rechtfertigung.

Dieses Zitat (Bundesverfassungsgericht, 2007) bezieht sich auf das Grundrecht der Versammlungsfreiheit in Deutschland, aber es gefällt mir allgemein und unabhängig von diesem Fall: https://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20070606_1bvr142307.html

Gefunden habe ich es in der Signatur eines domainfactory-Forenbenutzers. 🙂

Drittanbieter für Umfragen

Ich kann es durchaus noch nachvollziehen, wenn irgendwelche kleineren Projekte, die ihre Hauptwebseiten auf Shared-Hosting-Angeboten speichern oder sogar auf Hoster wie WordPress bzw. Blogspot zurückgreifen müssen, Drittanbieter damit beauftragen, eine Umfrage anzubieten. Wenn aber selbst Avaaz mir einen Link zu „surveymonkey“ schickt, hört mein Verständnis langsam auf. 😉

An alle Besitzer eines php-fähigen Webservers: es geht auch anders!

Die aktuelle Umfrage des UnrealIRCd-Projektes ist ein gutes Beispiel dafür, dass LimeSurvey auch für große Projekte geeignet ist.

Mir fällt gerade auf, dass auf der Startseite noch der Link zu umfragen.freiwuppertal.de fehlt – wenn es mal wieder ein paar neue Subdomains gibt, aktualisiere ich die Linkliste.

Neuer Schwachsinn vom „Verein Deutsche Sprache“

Wie lächerlich die Auszeichnung „Sprachpanscher des Jahres 2013“ ist, zeigt schon ihr Titel, dessen erstes Wort aus der französischen Sprache kommt.

Es wundert mich auch nicht, dass dieser Verein im eigenen Impressum nicht dazu in der Lage ist, auf den Begriff „Cookies“ zu verzichten; selbst die „E-Post-Adresse“ wird auf einem „Server“ vom „Browser“ abgerufen. „QR-Codes“ findet man ebenfalls irgendwo auf den Webseiten des VDS – wahrscheinlich eine Maßnahme gegen die Augenschmerzen, die der Rest dieser Seiten zumindest bei mir verursacht. 😉

Um diese Sicherheitslücke zu schließen, benötigen Sie Windows Vista

https://www.heise.de/netze/meldung/Schwere-Sicherheitsluecke-im-Internet-Explorer-8-1856621.html

Abgesehen davon ist es natürlich sehr ungewöhnlich, dass eine alte Version dieses Schrottbrowsers irgendwelche Sicherheitslücken aufweist. Fast so ungewöhnlich wie eine Sicherheitslücke in Java.

Dass als „Lösung“ nicht zur Installation eines vernünftigen Browsers geraten wird, finde ich besonders schade.

Google Glass, die Brille deines Vertrauens

https://www.accessnow.org/blog/2013/04/03/with-google-glass-everyone-is-big-brother
https://creativegood.com/blog/the-google-glass-feature-no-one-is-talking-about

Es ist wohl klar, wer den BigBrotherAward 2013 oder zumindest 2014 vollkommen zurecht erhalten wird.


Update:
https://www.bigbrotherawards.de/2013/.hoard/index_html?set_language=de

yuryBlog: Kurz notiert: Zwei Niederlagen der Bundesregierung

Dass die Bundesregierung es mit dem Grundgesetz nicht so ganz genau nimmt, ist ja allgemein bekannt. Und so war es auch nur eine Frage der Zeit, bis der faule Hartz-IV-Kompromiss vom letzten Jahr wieder gekippt wurde. Laut dem größten deutschen Sozialgericht aus Berlin sind die Regelsätze immer noch verfassungswidrig. Daher wird nun das Bundesverfassungsgericht erneut darüber entscheiden.

Ein anderes Gericht, das Verwaltungsgericht Dresden, hat gestern die sogenannte Extremismusklausel der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder für rechtswidrig erklärt. Sie zwingt Initiativen gegen Rechtsextremismus, die öffentliche Fördermittel erhalten wollen, alle ihre Partner (wobei nicht genauer definiert ist, wer alles ein „Partner“ sein soll) daraufhin zu überprüfen, ob sie sich den Zielen des Grundgesetzes verpflichtet fühlen und andernfalls die Zusammenarbeit mit ihnen zu beenden.

Erstveröffentlichung: yuryBlog

yuryBlog: Kurz notiert: RTL und der NRW-Wahlkampf

Als „GAL“ (Grün-Alternative Liste) bezeichnet RTL die nordrhein-westfälischen Grünen in ihrem Kandidaten-Check „10 Minuten Klartext“ zur NRW-Landtagswahl  – eine Bezeichnung, die früher eigentlich vor allem grüne Wählergemeinschaften trugen. Die Hamburger Grünen, die bis vor kurzem noch so hießen – ein Relikt aus ihrer Vergangenheit – haben erst letztes Wochenende beschlossen, sich in Bündnis 90/Die Grünen Hamburg umzubenennen. Die NRW-Grünen hießen aber nie GAL.
Weiterhin ignoriert RTL die Linke komplett – selbst die Spitzenkandidaten der FDP mit ihren 3%-Umfragewerten und der Piraten, die im Moment nicht im NRW-Landtag sitzen (auch wenn es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie einziehen werden) werden interviewt, die Kandidatin der Linken aber nicht.
Nicht weiter verwunderlich, aber bezeichnend für den Bertelsmann-Konzern RTL…

Quelle: https://www.derwesten.de/politik/nrw-wahlkampf-bei-rtl-ohne-die-linken-id6584288.html

Als „kurz notiert“ werde ich von nun an kurze Hinweise veröffentlichen, die mir keinen langen Artikel wert, aber trotzdem beachtenswert sind.

Erstveröffentlichung: yuryBlog

yuryBlog: „Noch Fragen?“

gerechte vermögensverteilung in deutschland

die oberen
0.1% besitzen 23%
0.5% besitzen 31%
1.0% besitzen 36%
2.5% besitzen 45%
7.5% besitzen 61%
10%  besitzen 67%
des nettovermögens

die unteren
50% besitzen 1%
des nettovermögens1

leistung müsse sich wieder lohnen, sagte
christian lindner
der financial times deutschland.

»Ihr entsetzt euch darüber, daß wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben, es existiert gerade dadurch, daß es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, daß wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.«

Karl Marx, Friedrich Engels – Manifest der Kommunistischen Partei, 1848

1 Quelle: DIW – SOEPpaper 397, basierend auf Zahlen von 2007

Erstveröffentlichung: yuryBlog